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Warum Knights in 40k kontrovers sind

Posted on April 7, 2026April 7, 2026 by Games Island

von Jonathan “Saruthi”

Mit dem Erscheinen der neuesten Warhammer 40.000 Erweiterung “Eye of Terror” hat Games Workshop ein weiteres Chassis für Imperial Knights vorgestellt. Der “Knight Destrier” soll eine Zwischengröße zwischen der Armiger-Klasse und der Questoris-Klasse darstellen. Ebenfalls enthalten in dem Buch wird ein weiteres Detachment für Imperial Knights sein. 

Kaum eine Fraktion ist seit ihrem Erscheinen derart kontrovers in der Community diskutiert worden wie die Imperial Knights und ihr Chaos Gegenstück. Doch woran liegt diese Polarisierung in der Community?

Hobby Aspekt

Zunächst musste sich Games Workshop sehr lange (zu Recht meines Erachtens nach) den Vorwurf anhören, dass die beiden Armeen keine eigenen Identitäten hätten. Bei Release waren sie lediglich Varianten desselben Bausatzes mit oder ohne Stacheln. Dies lag offensichtlich daran, dass es nur einen Bausatz gab, aus dem alle damaligen Knights – ob Loyal oder Verräter – gebaut wurden. Das diese Box einer der besten und vielfältigsten Plastic Kits den GW jemals hergestellt hat, geht dabei oft unter. Im Zuge der Codices der 9. und 10. Edition bekamen die Fraktionen, insbesondere die Chaos Knights etliche eigene Bausätze für ihre eigenen Armiger, genannt War Dogs sowie die Knights Ruinator, Desecrator und Abominant. Somit konnte den Fraktionen mehr Trennschärfe auf der Modellebene gegeben werden. Auf der Hobby-Ebene bieten Knights tolle Bausätze und durch ihre Größe mit vielen Flächen tolle Möglichkeiten kreativ tätig zu werden. Hier ist die Fraktion vermutlich am wenigsten kontrovers. 

Gameplay

Bleibt also noch der spielerische Aspekt. Hier gibt es sehr oft Beschwerden, da Knights aufgrund ihrer einzigartigen Armeezusammenstellung zu sehr einseitigen Spielen führen. Was bedeutet das? Das Regelsystem von Warhammer 40k sieht verschiedene Counter-Mechaniken für bestimmte Einheitentypen vor. In der Idealvorstellung sollte eine Armee für ein Einzelturnier vielfältig aufgestellt sein, um auf eine Vielzahl möglicher Gegner reagieren zu können. Kleine Einheiten, um früh Missionsziele einzunehmen, Anti-Panzer und Anti-Monster Waffen, um die schweren Ziele anzugehen und Anti-Infanterie Beschuss um Horden an Gegnern im Zaum zu halten. Natürlich kann man nicht immer erwarten für alle diese Profile eine exakt abgestimmte Menge an Zielen zu finden, aber in den meisten Fällen können Waffen mit Abstrichen in der Effektivität auf andere Ziele eingesetzt werden. Besonders schwierig ist dies jedoch gegen sogenannte “Stat-Check Armeen”, deren spezifisches Ziel es ist, die Kapazitäten einer bestimmten Waffengattung zu überladen und somit die Handlungsoptionen des Gegners stark einzuschränken. Im Klartext heißt das: wenn die ganze Armee aus schweren Fahrzeugen besteht, so muss der Gegner seine Anti-Fahrzeug Waffen wohlbedacht einsetzen, sonst riskiert er über den Verlauf des Spiels quasi keinen Schaden mehr anzurichten.  Kombiniert damit wie tödlich Knights sowohl in ihren Geschichten als auch auf dem Schlachtfeld sind, kann ein derartiges Ausschalten der Anti-Fahrzeug Waffen sehr schnell geschehen. Was dann folgt, ist ein Knights Spieler, der ungestört über das Schlachtfeld stampft und ein sehr frustrierter Gegner, der den Rest des Spiels seine Figuren vom Schlachtfeld aufsammeln darf.

Was kann hiergegen getan werden? 

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zunächst könnte man Knights als eigene Codices abschaffen und sie lediglich als Hilfstruppen und Verbündete, ähnlich der Imperial Agents, fungieren lassen. Dies würde bei Knights Spielern für Unmut sorgen, da ihre Armee in der Form, wie sie es sich erhofft haben, nicht mehr spielbar wäre.

Eine weitere und meiner Meinung nach viel elegantere Möglichkeit wäre es, die Beschädigung der einzelnen Modelle deutlich granularer zu berechnen. Aktuell ist Schaden an Fahrzeugen an zwei Punkten entscheidend: der Punkt der das Fahrzeug unter eine bestimmte Schwelle (normalerweise ⅓ der Lebenspunkte) bringt, sowie der letzte. In der Regel bedeutet das, dass Fahrzeuge zwei Effektivitätsmodi haben. 100% Feuerkraft und 84% Feuerkraft, da die meisten Fahrzeuge lediglich -1 auf den Trefferwurf erhalten. Modelle wie der Silent King, der tatsächlich Waffen mit zunehmender Beschädigung verliert sind eine Seltenheit. Derartige Mechaniken hat es in der Vergangenheit gegeben. Bis zur achten Edition war es möglich einzelne Waffen von Fahrzeugen zu zerstören. In der neunten Edition gab es zumindest ein mehrstufiges System, bei dem die Fahrzeuge teils Nahkampfattacken und Bewegung verloren, zusätzlich zum Malus auf den Trefferwurf. Dies wurde zugunsten von Vereinfachung und für mehr Zugänglichkeit mit Erscheinen der 10. Edition  abgeschafft. All diese Systeme könnten jedoch ohne weiteres wieder eingeführt werden, spezifisch für Knights. Für eine Space Marine Armee mit 15 Units ist es durchaus nervig zu verfolgen welche der acht Waffen seines Repulsor Executioners jetzt kaputt ist, aber ein Knight Spieler mit fünf Modellen hat auf jeden Fall die Kapazitäten hierfür. Dies würde die Balance dahingehend erhöhen, dass granularer Schaden sich deutlich bemerkbarer machen würde. Aktuell operiert ein Knight mit 25 von 26 Schadenspunkten (also noch einem verbleibenden Leben) auf 84% seiner Beschuss und Nahkampfeffizienz. Eine Infanterieeinheit von 6 Centurions mit 23 von 24 Schadenspunkten hätte lediglich ein Modell und würde dementsprechend nur auf einem 1/6 der Effizienz agieren können. Sie hätte  nicht mal die Möglichkeit alle Waffen mit denen sie gestartet ist abfeuern, da Verluste bei Infanterie sofort entfernt werden. 

Ich hoffe, Games Workshop hat einen Plan für die kommende Edition, der dafür sorgt, dass Imperial Knights und Chaos Knights mehr ausgeglichene und weniger polarisierte Spiele haben können. Denn aus Sicht der Knights Spieler macht es zum einen keinen Spaß ständig Gegner zu zerstampfen, die sichtlich keine Gegenwehr leisten können, es ist auch sehr frustrierend auf einen Gegner zu treffen, der exzessiv Anti-Fahrzeug Waffen dabei hat. Derartige Spiele sind in der Regel sogar noch kürzer und entsprechend frustrierend für den Knights Spieler. Insbesondere abseits der Turniere sind diese beiden Extreme ein noch viel größeres Problem. Nach wie vor sind auch die überwältigende Mehrheit der 40k Spiele keine Turnierspiele, weshalb ich auch glaube, dass Games Workshop hierfür eine Lösung finden möchte. 

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